QS MC: ERRATUM zur Dokumentation der präoperativen endokrinen (Induktions)-therapie
Laut aktualisierter S3-Leitlinie „Früherkennung, Diagnostik, Therapie und Nachsorge des Mammakarzinoms“ kann die Bestimmung des Ki-67-Status bereits nach einer 2-4-wöchigen präoperativen endokrinen (Induktions-)therapie erfolgen (Statement 4.145). Dies ermöglicht die frühe Abschätzung der Sensitivität gegenüber der präoperativ eingesetzten endokrinen Therapie.
Die 2-4-wöchige präoperative endokrine tumorspezifische Therapie wird von Pathologen unterschiedlich berücksichtig: z.T. wie eine neoadjuvante Chemotherapie mit Kennzeichnung des TNM-Stadiums im histopathologischen Befund mit dem Präfix „y“, z.T. wird diese im histopathologischen Befund nicht berücksichtigt und infolgedessen das Präfix „y“ im TNM-Stadium nicht aufgeführt. Dies kann zu Schwierigkeiten bei der Dokumentation im QS-Bogen führen. Aus diesem Grund gibt die Geschäftsstelle folgende Empfehlungen zur Dokumentation:
- Wenn im histopathologischen Befund das Präfix „y“ vergeben wurde, sollte dies entsprechend im QS-Bogen übernommen und im Datenfeld „Erhaltene präoperative tumorspezifische Therapie“ „Ja“ dokumentiert werden.
- Wenn im histopathologischen Befund das Präfix „y“ nicht vergeben wurde, dann sollte dies ebenfalls entsprechend im QS-Bogen übernommen und es muss im Datenfeld "Erhaltene präoperative tumorspezifische Therapie“ „Nein“ dokumentiert werden.
Das IQTIG hat hierzu zwei Informationsschreiben verfasst (37/2026 und 37.1/2026), die beide zum Teil fehlerhaft sind. Im Dokumentationsbogen für das Erfassungsjahr 2027, der am 16.07.2026 vom Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) beschlossen wird, soll die Thematik berücksichtigt werden.
Bei Fragen steht Ihnen Frau Beckert (beckert@qigbw.de oder 0711-184278-09) zur Verfügung.
BP