Allgemeines zur QFR-RL

Die Ziele dieser Richtlinie bestehen in der Verringerung von Säuglingssterblichkeit und von frühkindlich entstandenen Behinderungen, sowie der Sicherung der Struktur-, Prozess- und Ergebnisqualität der Versorgung von Früh- und Reifgeborenen  unter  Berücksichtigung  der  Belange  einer  flächendeckenden,  das  heißt  allerorts zumutbaren Erreichbarkeit der Einrichtungen.

Hierzu definiert die Richtlinie ein Stufenkonzept der perinatologischen Versorgung in Krankenhäusern. Sie regelt verbindliche Mindestanforderungen an die Versorgung von Früh- und Reifgeborenen und Zuweisungskriterien von Schwangeren nach dem Risikoprofil der Schwangeren oder des Kindes. Um die entsprechenden Leistungen erbringen zu dürfen, müssen Krankenhäuser die Anforderungen für die jeweilige Versorgungsstufe erfüllen.

Die Kliniken, die dem G-BA gemeldet haben, dass ihre Perinatalzentren die Anforderungen an die pflegerische Versorgung gemäß Anlage 2 I.2.2/ II.2.2 nicht erfüllen, dürfen bis zum 31.12.2021 von den Vorgaben zur pflegerischen Versorgung abweichen. Gemäß §8 der QFR-Richtlinie führt der QFR-Ausschuss des Fachbeirates QSKH (Lenkungsgremium gemäß § 14 QSKH-RL) als zuständige Fachgruppe (§ 8 Abs. 2 QFR-RL) klärenden Dialog mit den betroffenen Krankenhäusern Baden-Württembergs und wird dabei von der Landesgeschäftsstelle (QiG BW GmbH) unterstützt. Im Rahmen des klärenden Dialoges werden Zielvereinbarungen mit den Krankenhäusern abgeschlossen.

 

Meldeverfahren nach § 12 QFR-RL (Meldung von Ausnahmetatbeständen)

  • Für Perinatalzentren im klärenden Dialog gemäß §8 QFR-RL:

Die Mitglieder des QFR-Ausschusses als Vertreter des Fachbeirates QSKH der QiG BW GmbH (Lenkungsgremium gemäß §14 QSKH-RL) haben beschlossen, für Kliniken, die sich im klärenden Dialog gemäß §8 QFR-RL befinden, halbjährlich das Vorliegen von Ausnahmetatbeständen abzufragen. Die Dokumentation von Seiten der Klinik soll im Rahmen der schichtbezogenen Dokumentation erfolgen. Hierfür wurde Anlage 5 der QFR-Richtlinie modifiziert. Das entsprechende Excel-Formular steht Ihnen auf dieser Seite unten zur Verfügung. In Absprache mit den Kranken- und Ersatzkassen entfällt dafür die unverzügliche Meldung an diese. Die Übermittlung der schichtbezogenen Dokumentation soll halbjährlich jeweils bis spätestens 10.01. für das zweite und bis spätestens 10.07. für das erste Kalenderhalbjahr auf elektronischem Weg an die QiG BW GmbH erfolgen. Die Zielvereinbarungen, die mit den Kliniken neu abgeschlossen wurden, enthalten einen entsprechenden Passus.

  • Für Perinatalzentren, die sich NICHT im klärenden Dialog gemäß §8 QFR-RL befinden:

Perinatalzentren, die sich nicht im klärenden Dialog gemäß §8 QFR-RL befinden, müssen hingegen unverzüglich das Vorliegen von Ausnahmetatbeständen an die Kranken- und Ersatzkassen melden. Ein Excel-Formular für diese Zwecke steht ebenfalls auf dieser Seite unten zur Verfügung. Die Übermittlung erfolgt auf elektronischem Weg an die Postfächer der betroffene Kranken- und Ersatzkassen an die im Formular genannten Email-Adressen.

 

Downloads:

  • Für Perinatalzentren im klärenden Dialog gemäß §8 QFR-RL:

Formular zur schichtbezogenen Dokumentation inklusive Dokumentation von Ausnahmetatbeständen gemäß §12 QFR-RL

  • Für Perinatalzentren, die sich NICHT im klärenden Dialog gemäß §8 QFR-RL befinden:

Formular zur schichtbezogenen Dokumentation von Ausnahmetatbeständen gemäß §12 QFR-RL