Grundlagen der QS-Verfahren

Die Umsetzung der gesetzlich verpflichtenden Maßnahmen zur Qualitätssicherung wird auf Bundesebene durch verschiedene Richtlinien geregelt. Die QiG BW GmbH setzt folgende Qualitätssicherungsverfahren und Richtlinien auf Landesebene in Baden-Württemberg um.
 

Bundesverfahren

Nach § 135a Abs. 1 fünftes Buch Sozialgesetzbuch (SGB V) sind Vertragsärzte und nach § 108 zugelassene Krankenhäuser in Deutschland zu den vom Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) beschlossenen Maßnahmen zur Qualitätssicherung verpflichtet. Der G-BA legt als Organ der Selbstverwaltung die dafür notwendigen Regelungen und Durchführungsbestimmungen in den jeweiligen Richtlinien fest.

Durch die folgenden Richtlinien werden aktuell 25 Qualitätssicherungsverfahren (Stand 2020) bundesweit umgesetzt:

Richtlinie über Maßnahmen der Qualitätssicherung in Krankenhäusern (QSKH-RL):

  • Indirekte Verfahren: NEO, DEK, 09/1 - 09/3 (HSM), 09/4-09/6 (DEFI), 10/2 (KAROT), PNEU, 18/1 (MAMMA), 15/1 (GYN-OP), 16/1 (GEBH), HEP, KEP
  • Direkte Verfahren (Durchführung über das IQTIG): bis Erfassungsjahr 2019

Richtlinie zur datengestützten Qualitätssicherung (DeQS-RL):

  • Verfahren 1: QS PCI (Perkutane Koronarintervention und Koronarangiographie) (bis 2018 im Rahmen der Qesü-RL)
  • Verfahren 2: QS WI (Wundinfektion) (bis 2018 im Rahmen der Qesü-RL)
  • Verfahren 3: QS CHE (Cholezystektomie) (seit 01.01.2019)
  • Verfahren 4: QS NET (Nierenersatztherapie) (seit 01.01.2020)
  • Verfahren 5: QS TX (Transplantationsmedizin) (seit 01.01.2020)
  • Verfahren 6: QS KCHK (Koronarchirurgie und Eingriffe an Herzklappen) (seit 01.01.2020)

Qualitätssicherungs-Richtlinie Früh- und Reifgeborene (QFR-RL):

Maßnahmen zur Qualitätssicherung der Versorgung von Früh- und Reifgeborenen

Regelungen zum Qualitätsbericht (Qb-R):

In den vom G-BA beschlossenen Regelungen zum Qualitätsbericht der Krankenhäuser ist festgelegt, welche Angaben im jährlich zu veröffentlichenden strukturierten Qualitätsbericht der Krankenhäuser verpflichtend darzustellen sind. In diesen Bericht fließen vielfältige Angaben u.a. aus den einzelnen Qualitätssicherungsverfahren ein.

Landesverfahren Baden-Württemberg

Neben den auf Bundesebene verpflichtend eingeführten Qualitätssicherungsverfahren des G-BA hat der Fachbeirat QSKH folgende Landesverfahren verpflichtend beschlossen:

  • QS Schlaganfall 80/1 (seit 2004)
  • QS MRE (seit 2010)
  • QS UNHS BW (seit 2019)