Allgemeines zum Verfahren QS PCI

Das sektorenübergreifende Verfahren 1 (Perkutane Koronarintervention und Koronarangiographie, QS PCI) gemäß Teil 2 der DeQS-Richtlinie (DeQS-RL) ist zum 01.01.2016 in den Regelbetrieb übergegangen und löste damit das bisherige ausschließlich stationäre Verfahren der QSKH-RL (Leistungsbereich 21/3 – Interventionelle Kardiologie) ab.

Zum 01.01.2019 wurden die bereits existierenden Verfahren der Qesü-RL in die seitdem geltende DeQS-RL überführt. Änderungen für die Anwender ergaben sich dadurch nicht.

Gegenstand des Verfahrens QS PCI sind alle Perkutanen Koronarinterventionen und Koronarangiographien bei Patientinnen und Patienten ab 18 Jahren, die in der gesetzlichen Krankenversicherung versichert sind. Privat versicherte Patienten werden nicht vom Verfahren erfasst.

Gemäß DeQS-Richtlinie erfolgt der Datenexport im Verfahren QS PCI abhängig von der Abrechnung der entsprechenden Fälle an die jeweils zuständige Datenannahmestelle.

Von den Datenannahmestellen werden die Daten umgehend über die gemeinsame Vertrauensstelle an die Bundesauswertestelle (IQTIG) weitergeleitet.

Bitte beachten Sie, dass bei diesem Verfahren auch patientenbezogene Daten (PID) erhoben und weitergeleitet werden. Damit ist auch eine entsprechende Information des Patienten mit einem spezifischen Patienteninformationsblatt des G-BA  erforderlich. Durch die Erhebung von patientenidentifizierenden Daten, welche dem IQTIG pseudonymisiert zur Verfügung gestellt werden, und die Einbeziehung von Sozialdaten bei den Krankenkassen ist die Berechnung von Follow-up-Indikatoren möglich.

Perspektivisch sollen zudem die Ergebnisse von Patientenbefragungen ausgewertet werden.

Die Auswertung im Qualitätssicherungsverfahren QS PCI erstreckt sich derzeit auf die Indikationsstellung zur Koronarangiographie, die Erfolgs- bzw. Komplikationsrate und die Sterblichkeit. Darüber hinaus werden die verwendete Kontrastmittelmenge, die Strahlenbelastung des Patienten, die Messung der Nierenfunktion vor der Prozedur und die „Door-to-balloon“-Zeit erfasst. Dabei ist bedeutsam, ob Koronarangiographie und PCI getrennt voneinander oder bei einem gemeinsamen Eingriff („Einzeitig-PCI“) vorgenommen werden.

Das auf Bundesebene zuständige Institut für Qualität und Transparenz im Gesundheitswesen (IQTIG) ist für die Erstellung der Jahresauswertungen und unterjährigen Quartalsauswertungen für alle Leistungserbringer und Leistungserbringerinnen zuständig und stellt diese der jeweils zuständigen Datenannahmestelle zur Verfügung.

Die Leistungserbringerinnen und Leistungserbringer erhalten ihre individuellen Rückmeldeberichte durch die jeweilige Datenannahmestelle.

Diese Rückmeldeberichte beinhalten Informationen zur Vollzähligkeit der übermittelten Daten, eine Basisauswertung zur statistischen Darstellung des Patientenkollektivs sowie die Auswertung der einzelnen Indikatoren inklusive der Vorjahresergebnisse.

Die von der Bundesebene übermittelten Auswertungen und Ergebnisse aller Leistungserbringer werden von der Fachkommission PCI im Auftrag der Landesarbeitsgemeinschaft bewertet.

Die jährlichen Landesauswertungen mit den Ergebnissen für Baden-Württemberg finden Sie unter Ergebnisse.

Weiterführende Informationen zum Verfahren können Sie der Homepage des IQTIG entnehmen (https://iqtig.org/qs-verfahren/qs-pci/).