QS MC: Hinweis zur Dokumentation der präoperativen endokrinen (Induktions)-therapie
Laut aktualisierter S3-Leitlinie „Früherkennung, Diagnostik, Therapie und Nachsorge des Mammakarzinoms“ kann die Bestimmung des Ki-67-Status bereits nach einer 2–4-wöchigen präoperativen endokrinen (Induktions-)therapie erfolgen (Statement 4.145). Dies ermöglicht die frühe Abschätzung der Sensitivität gegenüber der präoperativ eingesetzten endokrinen Therapie.
Die 2–4-wöchige präoperative endokrine tumorspezifische Therapie zählt nicht als „echte“ neoadjuvante Chemotherapie, infolgedessen erhält das TNM-Stadium keine Kennzeichnung als „y = Zustand nach einer multimodalen Therapie“ (z.B. also „pT2“ und nicht „ypT2“).
Aus diesem Grund muss bei ausschließlicher 2–4-wöchiger präoperativer endokriner (Induktions)-therapie im Datenfeld „erhaltene präoperative tumorspezifische Therapie“ „0 = nein“ dokumentiert werden. Wenn der Schlüssel „1=ja“ angegeben wird, kann der Dokumentationsbogen aufgrund einer Plausibilitätsregel nicht abgeschlossen werden.
Das IQTIG hat hierzu ein Informationsschreiben verfasst und hierin angekündigt, dass im Dokumentationsbogen für das Erfassungsjahr 2027 die Leitlinienempfehlung berücksichtigt wird.
BP