QS UNHS BW: Aktualisierung der Ausfüllhinweise 2023

Für das Landesverfahren „Universelles Neugeborenen-Hörscreening“ (QS UNHS BW) wurden die Ausfüllhinweise zum Jahr 2023 aktualisiert. Bei Verlegung des Neugeborenen in die hauseigene Kinderklinik sollten möglichst auch die in der Kinderklinik gewonnenen Ergebnisse des Hörscreenings übermittelt werden.

Ziel des Landesverfahrens „Universelles Neugeborenen-Hörscreening“ (QS UNHS BW) ist, die qualifizierte Durchführung des Neugeborenen-Hörscreenings gemäß Richtlinie über die Früherkennung von Krankheiten bei Kindern (Kinder- Richtlinie; §§ 47 - 57) des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) sicherzustellen. Das angeschlossene Tracking (Nachverfolgung von auffälligen und fehlenden Befunden durch Kontaktaufnahme mit den Eltern) durch die Trackingzentrale für das Neugeborenen-Hörscreening in Baden-Württemberg am Dietmar-Hopp-Stoffwechselzentrum des Universitätsklinikums Heidelberg ergänzt das Neugeborenen-Hörscreening und ermöglicht eine Optimierung der zeitnahen Abklärung und des frühen Therapiebeginns, falls eine frühkindliche Hörstörung vorliegt.

Aus gegebenem Anlass wurden die Ausfüllhinweise für das Jahr 2023 zu den Datenfeldern 28-31 (TEOAE rechts, TEAOE links, AABR rechts, AABR links) aktualisiert, um klarzustellen, dass bei Verlegung des Neugeborenen in die hauseigene Kinderklinik möglichst auch die in der Kinderklinik gewonnenen Ergebnisse des Hörscreenings übermittelt werden sollen. Lediglich wenn das Hörscreening nicht im Rahmen des (nach-)stationären Aufenthalts durchgeführt werden konnte, z.B. weil das Gerät defekt war oder aufgrund einer frühzeitigen Entlassung / Verlegung in ein anderes Krankenhaus, ist "9 = nicht durchgeführt" anzugeben. Hintergrund ist, dass bei Angabe "9 = nicht durchgeführt" und Einwilligung der Eltern / Sorgeberechtigten zum Tracking ein Tracking ausgelöst wird. Die Trackingzentrale nimmt dann Kontakt mit den Eltern / Sorgeberechtigten auf, um den Stand der Untersuchungen zu erfragen und ggf. bei der zeitnahen Abklärung zu unterstützen.

Es wird auch auf die diesbezüglichen FAQ verwiesen (https://www.qigbw.de/qs-verfahren/qs-unhs-bw-hoerscreening/faq), z.B.:

Wie sind Kinder, die noch vor einer Hörscreening-Untersuchung entlassen werden (z.B. Verlegung in die Neonatologie), zu handhaben?

Nach Geburt in der geburtshilflichen Abteilung wird ein Kind in die Kinderklinik des gleichen Krankenhauses verlegt. Wie ist die Entlassung/Verlegung zu dokumentieren?

Falls das Kind intern in die Neonatologie im gleichen Haus verlegt wird, bittet die QiG BW bei Durchführung des Neugeborenen-Hörscreenings das Ergebnis im UNHS-Bogen einzutragen und an die QiG BW zu übermitteln. Falls bereits ein UNHS-Datensatz vor Durchführung des Neugeborenen-Hörscreenings an die QiG BW exportiert wurde, wird um Übermittlung eines korrigierten Datensatzes gebeten. So wird einerseits verhindert, dass Eltern / Sorgeberechtigte unnötig durch die Trackingzentrale kontaktiert werden, und andererseits eine korrekte Berechnung der Screening-Rate ermöglicht.

Bei Fragen steht Ihnen Frau Beckert unter beckert@qigbw.de oder 0711-184278-09 zur Verfügung.