Neugeborenen-Hörscreening: Vorträge der Infoveranstaltung online

Am 27.09.2021 fand in Stuttgart die Informationsveranstaltung Qualitätssicherung Universelles Neugeborenen-Hörscreening „QS UNHS BW“ statt. Die Vorträge stehen nun online auf der Homepage der QiG BW zur Verfügung.

Seit 2019 bilden die QiG BW GmbH und die Trackingzentrale für das Neugeborenen-Hörscreening in Baden-Württemberg am Dietmar-Hopp-Stoffwechselzentrum des Universitätsklinikums Heidelberg zusammen die Neugeborenen-Hörscreeningzentrale Baden-Württemberg.

Um über bereits erreichtes zu berichten und gemeinsam Verbesserungspotential zu diskutieren, hat die QiG BW GmbH zusammen mit der Trackingzentrale zu einer Informationsveranstaltung zum Neugeborenen-Hörscreening eingeladen. Am Montag, den 27.09.2021 fand im Haus der Wirtschaft in Stuttgart die Informationsveranstaltung Qualitätssicherung Universelles Neugeborenen-Hörscreening „QS UNHS BW“ statt. Die Vorträge stehen nun online unter der Rubrik Veranstaltungen auf der Homepage der QiG BW zur Verfügung: https://www.qigbw.de/termine/veranstaltungen/vergangene-veranstaltungen/vortraege-infoveranstaltung-qs-unhs-bw.

Zusammenfassend kann festgestellt werden, dass die Neugeborenen-Hörscreeningzentrale schon zahlreiche Eltern bei der Diagnose und Therapie von Hörstörungen unterstützten konnte. Allerdings gibt es Optimierungspotential sowohl bei der Durchführung wie auch bei der Dokumentation des Neugeborenen-Hörscreenings. Z.B. soll laut Kinder-Richtlinie die Refer-Rate (Anteil der untersuchten Kinder, für die eine pädaudiologische Konfirmationsdiagnostik erforderlich ist) höchstens bei 4 % liegen - in Baden-Württemberg liegt sie aktuell bei ca. 10%. Die Ursachen hierfür sind vielfältig: Zum Beispiel werden TEOAE-Messungen (Messung der otoakustischen Emissionen – „Transitorisch evozierte otoakustische Emissionen“) nicht oft genug wiederholt (sinnvoll sind bis zu maximal 3 Versuche) und/oder auffällige Ergebnisse nicht durch eine Kontroll-AABR überprüft. Die QiG BW hat erkannt, dass u.a. der Dokumentationsbogen für die Krankenhäuser verbessert werden muss und arbeitet an einer neuen Spezifikation. Des Weiteren bietet die Trackingzentrale Schulungen zur Durchführung des Neugeborenen-Hörscreenings an (Anfragen an Herrn Martin Gestewitz unter martin.gestewitz@med.uni-heidelberg.de). Nur durch eine zeitnahe Abklärung (Screening bis zum 3. Lebenstag, Abschluss der Diagnostik in den ersten 3 Monaten) und einen frühen Therapiebeginn bei frühkindlicher Hörstörung (innerhalb 6 Monate) kann den betroffenen Kindern eine Chance auf eine weitgehend normale Entwicklung gegeben werden - auch bei einseitigen Hörstörungen.

Bei Fragen steht Ihnen Frau Beckert unter beckert@qigbw.de oder 0711-184278-09 zur Verfügung.