QFR-RL Ausnahmetatbestände: Berechnung der Schichterfüllungsquote, Dokumentation Pandemie

Nach Auskunft des G-BA sollen Schichten, in denen Ausnahmetatbestände geltend gemacht werden, bei der Berechnung der Schichterfüllungsquote als erfüllt gewertet werden. Ein „Pandemie- Ausnahmetatbestand“ gilt ausschließlich für die Schichten, in denen die Erfüllung der Pflegepersonalschlüssel aufgrund der genannten Ereignisse nicht erfüllbar waren.

Bislang bestand Unklarheit, wie Schichten, in denen aufgrund eines Ausnahmetatbestands nach § 12 Abs. 1 oder Abs. 3 QFR-RL (Richtlinie über Maßnahmen zur Qualitätssicherung der Versorgung von Früh- und Reifgeborenen) von den Pflegepersonalschlüsseln im normierten Ausmaß abgewichen werden darf, bei der Berechnung der Schichterfüllungsquote zu berücksichtigen sind. Nach Auskunft des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) sollen diese als erfüllt gewertet werden.

Das Vorliegen eines „Pandemie- Ausnahmetatbestandes“ im Sinne von § 12 Abs. 3 QFR-RL gilt nicht pauschal für den gesamten Zeitraum, sondern einrichtungsindividuell ausschließlich für die Schichten, in denen die Erfüllung der Pflegepersonalschlüssel aufgrund der genannten Ereignisse nicht erfüllbar waren. Die Schichten, in denen ein solcher Ausnahmetatbestand geltend gemacht wird, sollten in der schichtbezogenen Dokumentation mit einem entsprechenden Hinweis, wie bspw. „COVID-19“ o. ä., versehen werden.

Die Geschäftsstelle erinnert hiermit daran, dass die Perinatalzentren, die sich im klärenden Dialog befinden, gemäß Zielvereinbarung zum 10.01.2021 den strukturierten Rückmeldebogen sowie die vollständige schichtbezogene Dokumentation für das Jahr 2020 nach Vorgabe Anlage 5 QFR-RL mit Baden-Württemberg-spezifischer Ergänzung zur Erfassung der Ausnahmetatbestände an die QiG BW GmbH senden müssen. Bitte nutzen Sie hierfür das auf unserer Homepage zur Verfügung gestellte Formular: https://www.qigbw.de/index.php?eID=dumpFile&t=f&f=894&token=386110169283d9e5e7a04a72ec84403e2a6031d0.