QS Schlaganfall (80/1) - Spezifikation 2021

Für das Landesverfahren Schlaganfall (80/1) steht ab sofort auf der Homepage der QiG BW die Spezifikation für das Verfahrensjahr 2021 zur Verfügung.

Für das Modul 80/1 QS Schlaganfall steht ab sofort auf der Homepage der QiG BW (http://www.qigbw.de) unter der Rubrik "Datenannahme / Spezifikationen / QS Schlaganfall" (https://www.qigbw.de/datenuebermittlung/spezifikationen/qs-schlaganfall) die Spezifikation für das Verfahrensjahr 2021 (sa-spez-2021.mdb) zur Verfügung.

Zum Verfahrensjahr 2021 werden folgende Veränderungen vorgenommen:

  • Der Rankin Scale bei Aufnahme wird nicht mehr abgefragt.
  • Für die Angabe, ob es sich um einen Inhouse-Stroke handelt, wird ein Extra-Feld (17) eingeführt. Wird das Vorliegen eines Inhouse-Strokes bejaht und sind Datum und Uhrzeit nicht bekannt, soll fortan bei den Schätzwerten das Intervall von Symptomerkennung bis –wahrnehmung angegeben werden.
  • In Feld 24 wird spezifiziert, dass nur Extremitätenparesen anzugeben sind. Faciale Paresen sind für dieses Feld nicht relevant.
  • In Feld 33 fällt bei dem Verlegungsgrund „akute Thrombektomie“ der Zusatz „intrakraniell“ weg, so dass dieser Verlegungsgrund nun angegeben werden kann, ungeachtet dessen, ob die Stenose intra- oder extrakraniell liegt. Der Verlegungsgrund „Revaskularisation der ACI“ erhält den Zusatz „sekundärpräventive“.
  • In den Feldern 39 und 43 können nun vor Aufnahme durchgeführte i.v.-Lysen oder Gefäßdarstellungen auch dann korrekt angegeben werden, wenn diese nicht extern sondern in einem ersten ambulanten / vorstationären Aufenthalt erfolgt sind, da der Zusatz „extern“ entfällt.
  • In Feld 51 wird unterschieden, ob die Thrombektomie im eigenen Haus durch das eigene Personal oder nach dem Prinzip „drive the doctor“ durch von extern angereiste Interventionalisten erfolgt.
  • Ob als Komplikation eine Hirnarterienembolie aufgetreten ist, wird nur noch für die Patienten abgefragt, die eine Thrombektomie erhalten haben.
  • Entsprechend ist das Eintreten von Komplikationen für andere Patienten nur noch dann anzugeben, wenn es sich um nosokomiale Pneumonien oder sekundäre intracerebrale Blutungen handelt.
  • Bei der Abfrage des Zeitpunkts von Therapiebeginn nach Aufnahme wird deutlich gemacht, dass für schnell verlegte und wieder rückübernommene Patienten ab dem Zeitpunkt der Wiederaufnahme zu rechnen ist.
  • Für das Feld 76 (Entlassungsgrund) werden die erlaubten Schüsselwerte um 18, 28 u. 29 erweitert.

Wir möchten erneut darauf aufmerksam machen, dass wie bereits in den Vorjahren auch bei palliativen Situationen oder schneller Verlegung des Patienten die Anlage eines regulären Datensatzes notwendig ist und auch für neurochirurgische Patienten nur dann kein „Schlaganfall im Sinne der Einschlusskriterien“ vorliegt, wenn es sich um eine Zuverlegung aus einem anderen Krankenhaus/ Standort UND eine sekundäre Einblutung handelt.

Aktuell wurde in der Anlage 3.1 (Auslösekriterien) die Vorab-Version des OPS 2021 berücksichtigt. Sollten sich in der endgültigen Version des DIMDI (Deutsches Institut für Medizinische Dokumentation und Information) für dieses Verfahren relevante Änderungen ergeben, so werden diese in einem entsprechenden Service-Release bekannt gegeben. Das Gleiche gilt für die Anlage 1 (Fachabteilung) und Anlage 4 (Entlassungsgrund) bei Änderungen der Datenübermittlung nach § 301 Abs. 3 SGB V.


Weiterhin befinden sich die zugehörigen Dokumente (Basis-/Pflegebogen, Ausfüllhinweise, Anlagen) unter der Rubrik "Verfahren / Landesverfahren Baden-Württemberg / QS Schlaganfall / Dokumentation / Verfahrensjahr 2021" (https://www.qigbw.de/verfahren/landesverfahren-baden-wuerttemberg/qs-schlaganfall/uebersicht/ag/verfahrensjahr-2021).