Allgemeine Fragen zu Verfahren

Die Verantwortlichkeit für die Dokumentation bei Verbringungsleistungen liegt rechtlich bei dem Leistungserbringer, der die Leistung abrechnet. Somit verbleibt auch die organisatorische Aufgabe, wie die Dokumentation im Einzelnen durchzuführen ist, beim abrechnenden Krankenhaus.

Die Ermittlung der Qualitätssicherungspflicht erfolgt auf Basis der Abrechnungsdaten. Werden Prozeduren, die einer qualitätssicherungspflichtigen Leistung entsprechen, für die Abrechnung kodiert, so wird diese Leistung in der Sollstatistik ausgewiesen. Dabei ist es unerheblich, ob diese Leistung durch die Einrichtung selbst oder über Verbringung durch ein anderes Krankenhaus oder einen Niedergelassenen erbracht wird. Aus Sicht der Kostenträger gehört zur medizinischen Leistung auch immer die entsprechende Qualitätssicherung. Somit muss das Krankenhaus, welches die Leistung in Rechnung stellt, auch für die Qualitätssicherung Sorge tragen.

Qualitätssicherungsspezifische Regelungen existieren nach unserem Wissen nicht. Um eine ordnungsgemäße Teilnahme am Qualitätssicherungsverfahren sicherzustellen, empfehlen wir eine Aufbewahrung von 5 Jahren. Dies allerdings nur unter der Voraussetzung, dass die Qualitätssicherungsbögen oder Datensätze tatsächlich einen Auszug aus der Akte darstellen. Sollten Sachverhalte ausschließlich in der Qualitätssicherung erfasst sein, so gelten unseres Erachtens die üblichen Aufbewahrungspflichten. Weitere Informationen hierzu finden sich auf der Homepage der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG). Suchen Sie hier bitte nach dem Stichwort „Aufbewahrungspflichten“.